© Bezirkskrankenhaus Kaufbeuren
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Hausteten den 13 Mey 1851


Verehrtester Herr Direcktor u Frau


Ich muß ihnen doch schreiben wie es mir
geth, ich bin gottlob recht wohlauf
das frühere unwohlseyn wird die an-
strengung von der Rükreise gewest sein
ich hab jetz ein krankes Kind das mich
im̄er an das Zim̄er hält doch wen̄
ich hinaus sehe zum fenster sehe
ich ja auch in das grüne und jetz
kan̄ man̄ so nichts sagen von den schö-
nen täge es ist so Stürm̄üsch wetter
bey uns das man glauben könte es
währe erst Febuar stadt Mey wo der
schönste Monat soll seyn, jetz werden sie wohl
Ihre Reise bald antreten,
Da ich von ihnen weiß das sie ein einspännig
Schäschen nehmlich eine Droschke ein sehr bequ-
em Furwerk mein Vater hat es selbst
bauen lasen und wir haben es dan̄ ge-
kauft nach sein̄en tod und ich jetz leider
kein̄en Platz habe um es halten zu könen
so bin ich gezwungen es zu verkaufen weil
ich weiß das sie eins kaufen wollen so




wolte ich ihnen zuvor Nachricht davon ertheilen
es würde mir sehr lieb seyn wen es zu ihnen
kom̄en würden der Preus ist der biligste wie
es gelasen wird zu 14 12 [? Corlin ?] es ist ein sehr beq-
uem̄es für ein fferd ein sehr leichtes fuhrwerk
wo auch schon 4 Personen mit ein fferd sehr
oft gefahren sind, ich es sehr ungern verkauf
aber jetz ein Hausrath von meheres verkaufen
thu der [Name] will auch eins kaufen wen̄ Hl
Direktor es vieleicht nicht will, sie so gut zu
seyn den̄ [Name] es sagen zu laßen, möchte aber
doch recht bald ein̄e Antwort zu bekom̄en
indem ich mit den Hausrath warten will,
von ihnen zu hören



Bitte mir doch die mir Liebe Frau
vielmals zu grüßen sie sind von mir
mit aller achtung gegrüst, mein Man̄ läst
sich auch vielmahls entfehlen,
Katharina [Name]

mein Schwager wolte schon längst
schreiben allein vor lauter Arbeit kam er
nie dazu er wird auch ein par Zeilein
beilegen