Teil des Forschungsprojekts:
Flexible Schreiber in der Sprachgeschichte

Nachwuchsforschergruppe an der FAU Erlangen,
gefördert vom Elitenetzwerk Bayern (2017 – 2022)


Leitung: Dr. Markus Schiegg

   Aktuelle Termine:


22./23.06.2018
Workshop Historische Patientenbriefe aus der Makroperspektive an der FAU Erlangen. Alle Interessenten sind herzlich eingeladen. Bitte Anmeldung an markus.schiegg [@] fau.de.

21.-24.05.2018
Markus Schiegg und Christina Eichhorn-Hartmeyer halten den Vortrag "Nord- und Niederdeutsches in Hamburger Patientenakten des frühen 20. Jahrhunderts" bei der Jahrestagung des Vereins für Niederdeutsche Sprachforschung (VndS) in Kiel.

30.05.-
01.06.2018
HiSoN conference Making Waves in Historical Sociolinguistics: Die Nachwuchsforschergruppe hält zwei Vorträge: "The Language of ‘Old-Agers’ in German Psychiatric Hospitals of the 19th Century" (Monika Foldenauer & Sabrina Freund) und "Style and Stylization in Historical Lower-Class Writing" (Markus Schiegg).

13.-15.09.2018
Markus Schiegg hält den Vortrag "Regiolekt, Dialekt und Schriftsprache im 19. Jahrhundert: Varietätenschichtungen in historischen Patientenbriefen" beim 6. Kongress der Internationalen Gesellschaft für Dialektologie des Deutschen (IGDD) in Marburg.

20.-22.09.2018
Markus Schiegg und Franziska Eber halten den Vortrag "CoPaDocs – Ein neues Korpus historischer Patientenbriefe" bei der 10. Jahrestagung der Gesellschaft für germanistische Sprachgeschichte: Historische Korpuslinguistik an der Universität Bamberg.


  • Diese Internationale Nachwuchsforschergruppe ist angesiedelt am Lehrstuhl für Germanistische Sprachwissenschaft
    (Prof. Dr. Mechthild Habermann) der FAU Erlangen-Nürnberg und integriert in den Elitestudiengang Ethik der Textkulturen der Universitäten Erlangen und Augsburg. Sie beschäftigt sich mit der Erfassung, digitalen Publikation und Analyse historischer, zensierter Patientenbriefe aus drei Regionen – Süddeutschland, Norddeutschland und Großbritannien.

  • In psychiatrischen Anstalten des 19. und frühen 20. Jahrhunderts herrschte die Praxis, Briefe von Patienten zurückzuhalten.
    Die Nachfolgeinstitutionen bzw. staatliche Archive bewahren die damaligen Patientenakten auf, in denen die Briefe bis heute nahezu unbearbeitet schlummern.

  • Etwa 2.000 solcher Briefe sollen im Forschungsprojekt digitalisiert, nach den TEI-Standards im XML-Format transkribiert und online publiziert werden, um ein für unterschiedliche Disziplinen frei zugängliches Korpus zu erstellen.

  • Die anschließenden Analysen fokussieren auf variationslinguistische, patholinguistische, sprachhistorische und ethische Fragestellungen.





Alle Abbildungen: © Bezirkskrankenhaus Kaufbeuren

Im Uhrzeigersinn:
  1. Psychiatrische Anstalt Kaufbeuren, Süddeutschland (gegründet 1878) [ca. 1920]
  2. Brief von Balbina H., Patientin der psychiatrischen Anstalt Irsee (gegründet 1849), an ihre Tochter Anna [Aktennr. 1996; 02.09.1909]; Transkription; siehe auch Schiegg (2015)
  3. Schriftprobe bei Kreszenz W.'s Aufnahme in Kaufbeuren, eingeklebt in ihre Krankengeschichte [Aktennr. 1878; Oktober 1912]; siehe Schiegg & Thorpe (2017)
  4. Heinrich B.'s Akte [Nr. 604; 1867]
  5. Zeichnung von Jakob S. [Nr. 908; 1892]